Donnerstag, 9. Juli 2015

2014.05.22 Mungo National Park

Wie in meinem letzten Beitrag bereits erwähnt, ging es auf dem Weg zurück nach Adelaide noch zum Mungo National Park.
Dieser Nationalpark ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes und befindet sich in der Willandra Lakes Region, einer Region die aus insgesamt 17 ausgetrockneten Seen besteht.
Lake Mungo, welcher dem Nationalpark seinen Namen verdankt, ist der zweitgrößte davon.
Berühmt ist der Nationalpark vor allem für seine archäologische Bedeutung. Hier wurden 1969 und 1974 zwei der bedeutendsten Funde menschlicher Überreste aller Zeiten gemacht.
Mungo Man, welcher 1974 begraben am Ufer entdeckt wurde, ist der älteste Beweis menschlicher Aktivität in Australien und wurde auf ein Alter von 40.000-65.000 Jahre geschätzt. Mungo Lady, gefunden 1969, bezeugt die älteste Kremation der Welt und wurde auf rund 19.000-24.700 Jahre datiert. Außerdem fanden die Forschen hier 20.000 Jahre alte, menschliche Fußspuren.

Mungo Man

Als wenn das noch nicht genug wäre, bietet der Park auch noch eine beeindruckende Landschaft mit ihren Lünetten und den Walls of China, einer Sandsteinformation entstanden durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Wind und Sand über die Jahrtausende nach der Austrocknung des Sees.

Bevor die Region zum Nationalpark wurde, wurde hier Schafzucht betrieben und somit befinden sich auf dem Gelände einige alte Gehöfe und andere Überbleibsel der Vergangenheit.
Leider hat die Schafzucht in vielen Gebieten Australiens extreme Verwüstung verursacht und diese hat auch vor dem Mungo Nationalpark nicht Halt gemacht. Trotz, dass der Park bereits seit 1979 unter Schutz steht, erholt er sich heutzutage immer noch von den Folgen seiner damaligen, wirtschaftlichen Nutzung. Vor allem Kaninchen, die in Australien als Plage gelten, richten selbst heute noch großen Schaden in ganz Australien an. Hier im Mungo Nationalpark unterhöhlen sie zum Beispiel die Gesteinsformationen und fallen über alles Fressbare her... Ja, man kann sagen, wie die Karnickel ;-)

Auf dem Weg zum Nationalpark und meine erste, echte Dirtroad mit Currogations (Furchtbar nervige Wellen im Boden, die durch falsche Benutzung entstehen und das ganze Auto durchschütteln)











Eins der alten Gehöfe und Scherstall in dem die Schafe geschoren wurden

Boardwalk zu den Walls of China






Die Walls of China. Leider durfte man sie nicht mehr betreten, da sich mal wieder einige Leute nicht an simple Regeln, wie "nicht beklettern", halten konnten... Sehr schade, aber man bekommt auch so einen Eindruck.

Die Geschichte der Kaninchen - oder hier auch "Wüstenmacher" genannt - in Australien
Auch wieder sehr traurig, wie eine einzige Person zu ihrem eigenen Vergnügen das Schicksal eines ganzen Kontinents verändert hat... Okay, er wusste mit Sicherheit nicht, dass seine Handlungen solch weitreichende Konsequenzen haben würden, aber trotzdem.


Ein Bohrloch - In alten Tagen eine der einzigen Wasserquellen der Gegend






Eine der vielen Sanddünen der Region









Die Überbleibsel eines alten Hauses. Hier lebten die Besitzer des Parks, als er noch zur Schafzucht genutzt wurde. Der Eingang, der in den Boden führt, war übrigens ein Kühlraum in dem man an extrem heißen Tagen Zuflucht suchte und natürlich auch Lebensmittel kühl hielt.

Sonnenuntergang am Lake Mungo

Einige Schafknochen

Mittwoch, 1. Juli 2015

2014.04.19 - 21 Griffith

Während meiner Zeit in Hay erfuhr ich, dass im April die V8 Superboat Races in Griffith stattfanden. Da Griffith "nur" rund 160km entfernt liegt und so ziemlich die nächstgrößere Stadt ist, fuhr ich dort natürlich direkt einmal hin. Ich brauchte eh noch einige Dinge fürs Auto und somit bot sich die Fahrt gleich doppelt an.

Die V8 Superboat Races waren ganz interessant, aber nach einigen Stunden wurde es dann doch etwas langweilig. Da jeder ja sowieso nur an den Unfällen interessiert ist, hier die Crash Compilation :-D
Kurz bevor das Rennen vorbei war, wollte ich nochmal ein Video aufnehmen, aber dachte mir "ach ich hab ja schon eins. Ist ja alles dasselbe". 10 Sekunden später kam es dann zu einem der spektakulärsten Crashes des ganzen Rennens (der erste im Video). "Na super" dachte ich... Aber wozu gibt es denn Youtube? ;-)
Ich dachte übrigens echt, dass der durch den Zaun kommt, da ich so gut wie direkt davor stand, aber ist ja gut gegangen.

(Verletzt wurde übrigens niemand)




In einem Park nahe meinem Schlafplatz nach den V8 Superboat Races

Emu :-) Hiervon sah man, wie von den Kängurus auch, hunderte beim Fencen

CONstruction? Sieht eher nach DEstruction aus, lol

Die nächsten Tage ging ich dann ein bisschen im Gebirge wandern und begab mich auf einen recht interessanten 4WD-Track, den ich durch Zufall fand als ich mich auf dem Highway verfahren hatte. Ich wollte eigentlich nur umdrehen und sah einen Track, der auf einen Berg führte. Ich konnte, trotz dass ich alleine war, nicht widerstehen und versuchte es einfach mal. Ziemlich steil und eng war es, aber es hat sich gelohnt :-)









Zu guter letzt ging es noch zu Supercheap Auto, wo ich ein paar hundert Dollar für so einiges Zubehör ließ. Da es Ostern war, hatte der Laden ein 20%-auf-alles-Angebot (nein, hier gibt es keine Tiernahrung ;-) )
Zum einen gönnte ich mir ein Funkgerät, eine Toolbox sowie ein Snatch-Strap-Set (Abschleppseil mit Dehnfunktion - braucht man, wenn man sich festgefahren hat) und zum Anderen hatte sich das Auto neues Differential- und Getriebeöl verdient.